Worauf es im Mentoring wirklich ankommt

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Worauf es im Mentoring wirklich ankommt

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Es gibt viele Dinge, auf die es im Mentoring ankommt. Wir sagen Ihnen, was ein Mentoring-Programm nicht leisten kann, aber trotzdem unverzichtbar ist. 

Eine Sache sei jedoch vorausgeschickt: Die besten Führungskräfte und Mentoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie in ihren MitarbeiterInnen und Mentees die Menschen dahinter sehen. Klar sind Fähigkeiten – soft und hard skills – und Leistung wichtig. Herausragende Mentoren vermitteln aber immer auch Werte und Weltanschauungen, die modern, positiv und dem Menschen zugewandt sind. Sie haben nicht nur Mitarbeiter, sondern fast schon Anhänger. Bezogen auf eine Mentoring-Beziehung heißt das:

 

Zwischenmenschliches geht vor

Mentoring wird – vor allem in institutionalisierten Programmen – als ein Prozess gesehen. Daran ist erst einmal nichts falsch. Wenn es in der Beziehung zwischen Mentor und Mentee jedoch nur noch darum geht, den nächsten Meilenstein zu erreichen und abzuhaken, wird Potential verschenkt. 

Viel wichtiger ist jedoch die zwischenmenschliche Beziehung zwischen Mentor und Mentee. Daran lohnt es sich zu arbeiten. Es reicht nicht, dass die Chemie nach dem ersten Treffen stimmt. In der Folge müssen beide eine authentische Beziehung aufbauen, die auf Kollegialität und einem gemeinsamen Verständnis des Gegenübers und seiner Bedürfnisse fußt. Studien zeigen, dass erst diese zwischenmenschliche Basis den Unterschied zwischen einem erfolgreichen und einem erfolglosen Mentoring macht. 

Werte sind die Grundlage von allem

In sich schnell wandelnden Zeiten kommt es nicht auf einzelne Kompetenzen an, sondern auf die Kompetenz, sich möglichst viele Kompetenzen schnell aneignen zu können. In vielen Mentorings geht es um das eine oder das andere. Das ist wichtig, um einen anspruchsvollen Job möglichst gut machen zu können.  

Die besten Mentoren schauen jedoch auf Gebiete jenseits von Kompetenzen: Sie wollen ihren Mentees helfen, ihren Charakter, ihre Werte und ihre Selbstwahrnehmung positiv weiterzuentwickeln. Sie wollen Empathie und Respekt für andere Menschen wecken und ausbauen – zwei Schlüsselkompetenzen in der heutigen Zeit. Ein guter Charakter und wertebasierte Qualitäten sind langfristig nämlich viel wichtiger als Kompetenzen, die schon übermorgen wertlos sein können.  

Mentoring heißt Optimismus

Mentoren sind optimistische Menschen: Sie glauben an sich, und sie glauben daran, mit ihrem Mentee dessen Ziele erreichen zu können. Selbst an schlechten Tagen bringen sie die Kraft auf, ihren Mentee nicht zu entmutigen, sondern auf seinem Weg zu bestärken und seine Kreativität zu fördern. Die Versuchung, jemanden auf den Boden der Tatsachen zurückzubringen ist immer da – richtig erfolgreich und glücklich sind Menschen aber immer dann, wenn sie das Unmögliche geschafft haben. 

Loyalität gegenüber Menschen zählt mehr als gegenüber Organisationen

Sowohl Mentor als auch Mentee befinden sich in der Regel in einem Job und haben ihrer jeweiligen Organisation gegenüber loyal zu sein. Im Mentoring geht es jedoch nicht nur darum, Stärken zu entwickeln, sondern die zugrundeliegenden Leidenschaften zu entdecken und sie in Bahnen zu lenken, von denen ein Mentee maximal profitiert. Mentoren müssen es als ihre Aufgabe betrachten, die Berufung ihres Mentees zu identifizieren – sofern sich dieser darüber noch nicht im Klaren ist. Und diese Berufung kann durchaus im Konflikt mit der momentanen Beschäftigung stehen. Ein guter Mentor lässt sich davon in seinen Bemühungen nicht abhalten. Die Loyalität seinem Mentee gegenüber ist höher zu bewerten als die gegenüber seiner Organisation. 

 

Mentoring auf dem höchsten Niveau dreht sich immer um den Menschen, seine individuellen Werte und ihre Weiterentwicklung. Gute Mentoren gehen gemeinsam mit ihren Mentees diesen Weg. 

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