Was hindert Frauen daran, Mentorin zu sein?

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Was hindert Frauen daran, Mentorin zu sein?

Kreidezeichen auf Schiefertafel: Verkehrsschild Achtung (vor diesen Fehlern von Mentoren)

Sind unsere Erwartungen an erfolgreiche und erfahrene Frauen zu hoch? – Diese Frage stellt sich, wer die Berichte jüngerer Frauen hört, die ältere Geschlechtsgenossinnen um ein Mentoring gebeten haben und abgewiesen wurden.

Ich kenne viele erfolgreiche Frauen, die Freude daran finden, Verbündete, Beraterin, Mentorin oder Coach zu sein. Sie suchen sich diese Aufgabe bewusst heraus. Aber es gibt auch Frauen, die sich nicht aktiv an der beruflichen Entwicklung anderer Frauen beteiligen. Das sollte nicht überraschen. So wie nicht alle Frauen gleich denken, so handeln auch nicht alle gleich.

Es gibt viele Gründe, warum einige Frauen sich nicht als Mentorin engagieren. Ob sie dafür zugänglich sind, hängt von vielen Faktoren ab, wie z.B. der Bandbreite ihrer Arbeit, der Frage ob sie gerne Erfahrungen weitergeben, über Beziehungswissen verfügen, und nicht zuletzt ihr Verständnis dafür, wie sie ihre Rolle als Führungskraft sehen.

Frauen wenden sich an potentielle Mentorinnen mit der Erwartung, dass ihnen eine Geschlechtsgenossin schon weiterhelfen wird. Erfolgreiche Frauen haben sich jedoch bemüht, sich nicht durch ein Geschlechterobjektiv zu betrachten, sondern hart daran gearbeitet, sich anzupassen und als Frau in einer männerdominierten Arbeitswelt nicht aufzufallen. Eine potentielle Mentorin als Frau anzusprechen, ist dann einfach zu wenig. Viele erfolgreiche Frauen hatten zudem Männer als Mentoren und sehen keinen Sinn darin, als Frau einer Mentee weiterzuhelfen. Dabei ist gerade ihr Erfahrungsschatz als Frau wertvoll.

Gleichzeitig ändern sich die Dinge in gewisser Weise zum Besseren. Wir können nicht übersehen, dass es immer Frauen gibt, die sich gegenseitig unterstützen. Heute gibt es viel mehr Gespräche darüber, wie man Ungleichheit abbauen kann. Frauen in männlich geführten Branchen und Unternehmen organisieren Veranstaltungen, bei denen Frauen, die etwas zu Themen zu sagen haben, die Frauen am Arbeitsplatz betreffen, endlich eine Plattform erhalten. Obwohl der Wandel langsam voranschreitet, höre ich mehr über neu geschaffene formelle Mentoring-Programme in Unternehmen und Berufsverbänden und über informelle Mentoring-Beziehungen, bei denen ältere Frauen anderen hinter sich Türen öffnen, um ihre Karriere aktiv zu unterstützen.

Frauen, die andere Frauen unterstützen, sind mächtig. Es gibt tradierte Gründe, warum das nicht in allen Branchen klappt. Dennoch gibt es Hoffnung, wenn immer mehr Frauen sich für andere Frauen als Mentorin engagieren.

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