Networking für Mentees 

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Networking für Mentees 

Kreidezeichnung auf Schiefertafel: Netzwerk als Symbol fürs Networking

Ziele erreicht man nicht alleine. Eine der wichtigsten Fragen, die Mentoren ihren Mentes stellen, lautet deshalb, wer ihnen bei der Erreichung ihrer Ziele helfen kann. Wenn die Antwort zögerlich erfolgt, ist das ein Hinweis darauf, dass ein Mentee mehr in sein Netzwerk investieren muss, um letztlich wirklich vom Networking zu profitieren. 

 

Wie man ein starkes Netzwerk aufbaut 

Viele Menschen zu kennen, heißt noch nicht, ein belastbares Netzwerk zu haben. Hunderte Kontakte auf Xing, LinkedIn oder Facebook bedeuten nicht, dass diese Menschen einem helfen, wenn man sie darum bittet. Was letztlich zählt, ist die Qualität eines Netzwerks – und die wird, glaubt man den entsprechenden wissenschaftlichen Erkenntnissen, von der eigenen Großzügigkeit bestimmt.  

Mentees können ihr persönliches Netzwerk in vier Schritten vergrößern: 

  1. Auflisten aller Netzwerke, deren Teil sie sind oder sein wollen 
  2. Herausfinden, welche Bedürfnisse die Mitglieder dieser Netzwerke haben und wie man sie erfüllen kann. Häufig geht es hier um Informationen, Ermutigungen in irgendeiner Form, Kontakte oder Zugang zu Ressourcen 
  3. Sich Zeit für Großzügigkeit nehmen – als besonders großzügig erachten es Menschen, wenn andere Zeit für sie opfern 
  4. Mutig nach Unterstützung fragen, wenn Hilfe gebraucht wird. Die Mitglieder eines Netzwerks erinnern sich daran, wenn ihnen jemand zuvor als großzügig aufgefallen ist. 

 

Handwerk: Networking

Alles andere ist solides Handwerk: Aus den Zielen des Mentorings können Mentor und Mentee gemeinsam die Personen aus den Netzwerken herausfiltern, die dazu einen Beitrag leisten können.

Im Tandem wird festgelegt, wie die Personen dem Mentee helfen können und was dieser im Vorfeld für sie tun kann. Auch die Art der Ansprache (Zeitpunkt, Weg, etc.) wird erörtert. Eine Art Elevator Pitch kann dabei helfen, das eigene Anliegen kurz, knapp und flüssig vorzutragen – beispielsweise bei Netzwerk-Treffen.

Im Nachgang zu solchen Veranstaltungen ist die Digitalisierung der Kontakte wichtig – 95% machen das nämlich nicht und sind demzufolge auch nicht in der Lage, ihre Kontakte systematisch zu pflegen und zu verwalten. 

 

Gesprächsführung beim Networking

Auch die Gesprächsführung beim eigentlichen Netzwerken will gelernt sein: elegant von einem Kontakt zum nächsten wechseln; freundlich bleiben – selbst wenn das Ziel nicht im ersten Anlauf erreicht wurde; einen Mehrwert bieten – beispielsweise durch das Versprechen, einen Link, eine Information oder eine Präsentation zuzusenden oder eine Einladung zu einem Firmen-Event aussprechen.

Darüber hinaus gehören aktives Zuhören, offene Fragen und Rückfragen zum Erfolgsrezept guter Netzwerker. Sie sehen meist die Persönlichkeit und nicht die Funktion ihres Gesprächspartners im Vordergrund und betonen die Gemeinsamkeiten mit ihrem Gesprächspartner.

 

Auf diese Art und Weise lässt sich das persönliche Netzwerk Stück für Stück vergrößern, so dass nicht nur die Ziele des Mentorings leichter erreichbar sind, sondern generell das Leben ein Stück einfacher wird. 

 

 

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